Achtsamkeit bei Trauer …. und Lebenslust

Achtsamkeit und Trauer

Ich hatte schon direkt am Anfang ein Bild von meiner Trauer.Marineblau Samt Stoff Textilien Samt Samt

Insbesondere zu Beginn unserer „Beziehung“ hatte ich das Gefühl, die Trauer ist wie eine dicke, schwarze, undurchsichtige Decke.
Sie lag schwer und drückend auf mir. Ich hatte das Gefühl alle anderen Gefühle,
insbesondere meine Lebensfreude, wurden davon „zugedeckt“.
Auch hatte ich manchmal Sorge, sie würde mich „erdrücken“.

Schon nach relativ kurzer Zeit merkte ich jedoch, dass so eine Decke mich auch warm halten kann – meine Liebe zum Verstorbenen warm halten kann. Sie kann mich schützen und abschirmen. Abschirmen von all dem Lärm um mich herum, vor zu vielen anderen Gefühlen.

Ich kann mich durch meine Traurigkeit geschützt fühlen. In eine Decke kann ich mich einkuscheln, einhüllen – mir damit ein Nest bauen und somit für einen behüteten Platz schaffen. So konnte ich das ich auch mit der Trauer.

Das Bild bzw. meine Deutung davon änderte sich. Ich merkte, dass die Trauerdecke winzige kleine Löcher bekam, wie kleine „Einstiche“ durch die Licht hereinfällt. Immer dann, wenn ich mit der Trauer „trotzdem“ lachen konnte (und es gab echt teilweise sogar Lachflashs) oder wenn ich Momente meiner Lebensfreude spürte. Es kam immer weitere Löcher hinzu, dann wenn ich Umarmungen von liebenden Menschen bekam, liebe Wort hörte, kleine Gesten der Mitmenschlichkeit wahrnahm, die kleinen „früher selbstverständlichen“ Wunder in meinem Umfeld sah, wenn ich „Zeichen von meinem verstorbenen Mann“ erhielt, usw.

Spitze, Tüll, Rock, Lem, SchwarzMeine Trauer wurde zur einer
durchlässigen „Spitzendecke“,
es fiel Licht durch sie herein.
Sie wurde leichter und transparenter.

Ich bemerkte immer mehr, dass tatsächlich nur die Interpretation meines Bildes bzw. meines Gefühls „Trauer“ mich gut oder schlecht fühlen lies. Immer wieder spürte ich, wenn ich das eigentlich Gefühl „einfach nur sein lassen kann“ ohne mein Drama dazu zu spinnen, dann – ja dann, fühle ich einfach nur.

Und es wurde jedes Gefühl einfach nur „zu einem Gefühl“ und nicht zu einem guten oder schlechten Gefühl.

Glücklicherweise hatte ich Zugriff auf mein „innerstes Wissen“, über das wir alle verfügen. In dem Moment, in dem ich erkannte, dass, wenn ich die Gefühle nicht bewerte, das Erleben nur ein reines Spüren und Fühlen ist.

Heute weiß ich, dass dieser Umgang mit der Trauer, gelebte Achtsamkeit ist.

Wenn du noch mehr darüber erfahren möchtest, wie Achtsamkeit dir hilft deine Trauer natürlich und „gesund“ zu er-leben, in diesem Video erzähle ich darüber:

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